Mittwoch, 07.05.2008

Der Tip vom Vorabend war klasse. Das Wetter schien zu  halten. Nach einer klaren Nacht zogen zwar einige Wolken durch, aber wir fuhren die Strasse weiter hinauf zur Achado do Teixera. Hier war es so früh am Morgen doch empfindlich kalt. Aber der Ausblick auf das Wolkenmeer unter uns war doch schon erhebend. Über einen komplett bis zum Gipfel gepflasterten Weg ging es zügig hinauf zum höchsten Gipfel von Madeira. Zwar war es nicht ganz wolkenlos, aber der Blick reichte fast über die komplette Insel. Im Westen war die karge Hochebene Paul da Serra zu erkennen, tief unter uns die bewaldeten Täler. Weiter ging es entlang eines perfekt gesicherten, aber sehr ausgesetzten Weges hinüber zum Pico Ariero. Am Pico das Torres geht es nochmals steil hinauf bevor sich der Weg teilweise über Treppenstufen zum Gabelungspunkt hinabschwingt, wo der alte Weg zum Pico Ruivo abzweigt. Von hier geht es auch steil aufwärts weiter zum Pico Ariero. Wir entschieden uns hier für die Umkehr, da auch von Osten starke Bewölkung den Weg im Nebel verschwinden liess. Leider war es nicht endgültig zu klären, ob der alte Weg, der durch 6 Tunnels verläuft, noch zu begehen ist. Eine kleine Gruppe versuchte es, wir verzichteten lieber, da ein Verbotsschild und ein umgerissener Zaun uns unsicher machten. Auch der Hinweis anderer Wanderer, dass einige Tunnels verschüttet wären, liess sich nicht endgültig verifizieren. So ging es über den bekannten, steilen Weg durch starken Nebel zurück. Am nördlichen Abzweig des Weges konnte man durch einen Tunnel auf den alten Westweg kommen. Da hier kein Verbotsschild den Weg versperrte, war die Verwirrung komplett. Interessant wäre eine andere Route sicher gewesen, aber eine Umkehr auf halbem Weg wäre auch nicht so toll. Da wir später hörten, dass eine Französin an diesem Tag hier irgendwo tödlich abgestürzt sein soll, war es vermutlich die richtige Entscheidung.
Auf der Berghütte am Pico Ruivo gab es dann noch das verdiente Bierchen in der Sonne.

Zurück im Feriendorf hatten wir noch beste Unterhaltung. Zuerst unterhielten unsere im Nachbarhaus einzogenen Sachsen ihre Umgebung lautstark mit ihren Telefonaten. Da war keine Chance wegzuhören und unterhaltsam war es auch. Anschliessend zog eine Horde Ziegen durch die Gärten und labte sich an Pflanzen, die sicher nicht unbedingt für sie bestimmt waren.
Am Abend gab es dann im Hotel Colmo in Santana noch das bislang beste Essen auf der Insel. Allein die Menge war von uns beiden trotz der langen Wanderung nicht zu schaffen.

Wanderungsdaten: Vom Achado do Teixera hinauf zum Pico Ruivo und über den Grat bis zum Abzweig des alten Weges unterhalb des Aufstiegs zum Oico Ariero und zurück. ca. 6,5 Stunden 940 hm


Ruivo
Start am Achado do Teixera

Hütte
Die Berghütte am Pico Ruivo

Gipfel
Der Autor am Gipfel des Pico Ruivo

Gratwanderung
Am gesicherten Gratweg zum Pico Ariero

Gratweg
Ginster am Wegesrand


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