Mittwoch, 21.07.2010


In der voll belegten Hütte waren alle früh auf. So waren wir tatsächlich die Letzten, die sich auf den Weg machten. Aber da nur der Weiterweg über den Wörnersattel zur Krinner-Kofler-Hütte geplant war, war das egal. An der Hütte wurde gerade alles für die geplante Hubschrauber-Anlieferung vorbereitet.
Auf einem schönen Steig ging es hinauf zum Wörnersattel, von dem man einen guten Blick auf den Gjaidsteig zum Bäralpl und die nahe Soiernspitze hat. Über einen unglaublich steilen Geröllpfad ging es nun abwärts, wobei es kaum möglich war, einen vernünftigen Halt zu finden.
Nach rund 3 1/2 Stunden kamen wir auf der Fereiner Alm (die Schreibweise ist manchmal auch Vereiner Alm) an. In der nahen Alm konnten wir schon unser Lager in der Selbstversorgerhütte Krinner-Kofler-Hütte klarmachen. Diese Hütte wurde 2004 nach einem Lawinenunglück komplett neu aufgebaut.
Nach einer kurzen Stärkung auf der Alm bei der wir auch den Wirt der Brunnsteinhütte trafen, der sich an seinem freien Tag aufs Radl geschwungen hatte, gingen Lothar und ich noch bei brütender Hitze aufwärts zur Soiernspitze. Mir ging es vor allem um einen guten Blick auf den gegenüberliegenden Gjaidsteig, der mir doch so einige Sorgen machte. Hier sollte es am kommenden Tag über das Bäralpl zurück zum Karwendelhaus gehen. Die Beschreibungen zu dem Steig hatten mich schon etwas verunsichert. Aber bei gutem Wetter wollte ich es einfach versuchen. So blieb ich am Sattel des Hirzenecks wo der Aufstieg zur Soiernspitze beginnt.
Steffi hatte sich derzeit einen ruhigen Nachmittag an der Alm gegönnt und sich die vorbeiziehenden bzw. einkehrenden Bikerscharen angesehen.
Zum späteren Zeitpunkt hatte auch ich das Vergnügen, das Balzverhalten einiger Biker zu beobachten, da sich eine allein-radelnde junge Frau (Yvonne aus Friedberg) gerade an unserem Tisch niedergelassen hatte. Später am Abend kam dann ein erstes Gewitter auf, das aber einzelner Radler nicht aus der Ruhe bringen konnte (was aber auch am beruhigenden Einfluß diverser Weissbiere liegen konnte).
Kulinarisch war der Aufenthalt leider nur marginal besser als am Vorabend. Zu der Suppe auf der Speisekarte kam immerhin Rührei mit Speck.
Immerhin hatten wir einen interessanten Abend während das Gewitter die Hoffnung für den folgenden Tag doch eher verringerte.

Gesamtwanderzeit bis Fereiner Alm: 3 1/2 Stunden (Aufsteig bis Hirzeneck 1 h, weiter zur Soiernspitze 3/4 h)
Aufstieg: 375 m (bis Hirzeneck 775m, bis Soiernspitze ca. 1.200m)
Abstieg: 585 m (bis Hirzeneck 985m, bis Soiernspitze ca. 1.400m)



Talblick auf Mittenwald


Blick vom Wörnersattel auf den Gjaidsteig


Blick auf Fereiner Alm und Bäralpl (im Hintergrund)


Am Soiernsteig


gemütliche Runde abends vor der Alm


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