Donnerstag, 22.07.2010


Das Wetter überraschte doch - strahlend blauer Himmel. So gab es für mich keine Ausrede, das Bäralpl wurde in Angriff genommen. Nach einem kleinen Frühstück ging es durch den Huflachboden leicht abwärts der Wand entgegen. Durch schönen märchenhaften Wald zog sich der wenig begangene Steig bis es plötzlich unterhalb der Wand ins Geröll ging . Hier verlor sich der Weg sehr schnell und ein mühsames Stapfen begann. Als wir uns schon fragten, ob wir noch richtig sind, kamen wir an den Einsteig zum gesicherten Teil des Weges. Schnell ging es recht ausgesetzt leicht aufwärts. Da ich meine Höhenangst immer noch nicht ablegen konnte, war der weitere Weg eine echte Herausforderung. An einigen Stellen hätte es (für mich ) durchaus noch ein wenig mehr Versicherungen geben können. Zum Schluß ist an einer Stelle das Drahtseil überhängend, so dass wir uns mit den Händen über dem Kopf vorwärts bewegen mussten, Da es an dieser Stelle auch ständig feucht und zudem rutschig ist, kann man auf das Seil auch nicht verzichten. Für Kleinwüchsige könnte diese Stelle schon problematisch sein. Evtl. bietet sich eine Selbstsicherung an.
Für Leute, die wie ich Probleme mit ausgesetzten Steigen haben, würde ich den Steig nicht wirklich empfehlen (und wenn besser nicht abwärts gehen).  Meine Erleichterung nach dem Ende Steiges musste ich jedenfalls mit einem lauthalsen Juchhitzer deutlich machen.
Nun ging der Gjaidstgeig erst lieblich durch die Latschen des Bäralps, dann immer beschwerlicher in einem ständigen Auf und Ab bis zum Karwendelhaus. Die vorgegebene Zeit von 4 1/2 Stunden haben wir jedenfalls kräftig überschritten. Der Wasserverbauch war bei dem heissen Wetter auch heftig, so dass wir alle Vorräte kurz vor dem Karwendelhaus aufgebraucht hatten.
Die Rast dort brachte aber schnell die fehlenden Kräfte zurück, so dass wir die restlichen 2 3/4 Stunden zur Falkenhütte noch angehen konnten.
Aufkommende Gewitterwolken hielten sich glücklicherweise lange genug zurück.
Nach einem langen und anstrengenden Tag waren wir alle fix und fertig. Da das Wetter aber ab dem Folgetag schlecht werden sollte, war es auf jedem Fall die richtige Entscheidung, bis zur Falkenhütte weiter zu gehen.


Gesamtwanderzeit: 8 1/2 Stunden 
Aufstieg: 1.305 m 
Abstieg: 860 m 



Krinner-Kofler-Hütte


Bäralpl vom Hufachboden gesehen


Am Einstieg zum Schotterfeld


Auf dem Gjaidsteig




Am Bäralpl angekommen



Blick vom Bäralpl über das Karwendeltal nach Süden


Zwischenstation Karwendelhaus


Auf dem Weg zur Falkenhütte

 
Im kleinen Ahornboden

Falkenhütte unter den Laliderer Wänden
          
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