Samstag, 13.06.2015

Schon lange hatten wir die Abruzzen als Urlaubsziel im Auge. Jedoch hatte uns immer die lange Anreise (1.500 km) abgeschreckt. Diesmal sollte endlich soweit sein. Zur Entzerrung der Strecke hatten wir uns am Luganer See für drei Tage einquartiert. Unser Ziel lag nahe der Autobahn doch sehr ruhig etwas oberhalb im kleinen Ort Rovio, der ca. 10 km südllich von Lugano liegt. Im Parkhotel Rovio, einem schön gelegenen aber schon etwas in die Jahre gekommenen Haus, hatten wir ein Zimmer reserviert. 

Nach einer fast staufreien Anfahrt (Wartezeiten vor dem Gotthard-Tunnel sind eigentlich normal) kamen wir bei etwas bewölktem Wetter an. Das Hotel liegt recht nett oberhalb dem südlichen Teil des Luganer Sees. Ein wirklich toll gepflegter Park läd zum Verweilen ein. Die Wahl der Halbpension bereuten wir nicht. Direkt am ersten Abend gab es ein tolles Tessiner Buffet. Und auch die folgenden Abende waren kulinarisch ein guter Urlaubseinstieg. 

Das abendliche Gewitter nach unserer Ankunft störte da eher wenig. 

      

                                                                                                            Parkhotel Rovio

Sonntag, 14.06.2015

Für heute war massiver Regen angesagt - welch toller Urlaubsbeginn. Also kein Besuch des Hausbergs Monte Generoso (die Zahnradbahn war für diese Saison auch eingestellt). Da es nach dem Frühstück noch trocken war, fuhren wir nach Carona zum Parco San Grato, einem toll angelegten Gelände. Der Zutritt ist kostenlos. Leider vertrieb uns ein Gewitter doch schneller als geplant. Noch ein kurzer Besuch im gemütlichen Dorf Carona, dann ging es bei heftigem Regen zurück. Den Tag beschlossen wir dann (wie gefühlte Tauende anderer) im Outlet-Shopping-Center Foxtown in Mendrisio. 

Montag, 15.06.2015

Nachts regnete es heftig weiter. Aber nach dem Frühstück taten sich erste Wolkenlücken auf. So entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung zum kleinen Gipfel Monte S. Ana oberhalb von Rovio. Ich war noch etwas gehandicapt mit einer Knieprellung von einem Radunfall vor einer Woche, aber für die kleine Wanderung sollte es doch reichen. Langsam ansteigend ging es durch den Wald aufwärts zu Almgelände. Auf einem kleinen Pfad erreichten wir dann auf 939 m den Monte S. Ana mit seiner kleinen Kapelle. Das Wetter spielte inzwischen auch mit und die Sonne strahlte. Auf dem schön angelegten Rundweg erreichten wir dann wieder Rovio, wo wir vorbei am tollen Wasserfall Casca de Bot bis zum Luganer See abstiegen. Auf einem steilen Pfad ging es dann wieder aufwärts in inzwischen heftiger Wärme. Vor dem Hotel reichte es dann noch zu einem kühlen Bier bevor das nächste Gewiitter uns wieder ins Haus trieb. 

Tourdaten: 5:30h, 695 hm

 
                            Rovio                                                                                                                    Blick vom Monte S. Ana

 
                                                                            Casca de Bot

Dienstag, 16.06.2015

Nach dem Bezahlen (die Preise für Getränke erzeugen bei mir aktuell in der Schweiz immer wieder Schnappatmung) ging es dann zügig auf die Autobahn gen Süden. Erste Probleme mit den Automaten an den Mautstellen, ein kleiner Stau am Mailänder Ring, dann ging es weiter südlich. An die Fahrweise der Italiener werde ich mich wohl nie gewöhnen (Blinker gibt es nur bei jedem dritten Wagen, LKWs sind immer stärker und zeigen dies auch und bei Einfädeln von Überholende geschnitten zu werden, ist vollkommen normal). Aber ohne grössere Probleme erreichten wir die Region Abruzzen. Immer faszinierendere Bllicke auf den Gran Sasso taten sich auf. Schnell war klar, dass der Winter im Gebirge seine Spuren mit grösseren Schneefeldern noch hinterlassen hatte. Nach einem spontanen Stop an einem Supermarkt ausserhalb von Aquilla ging s in die Berge. Über einsame Strassen erreichten wir Santo Stefano di Sessiono. An unserer Ferienwohnung erwartete uns schon die nette Vermietering Rita, die perfekt Englisch sprach. Dass dies nicht selbstverständlich ist, sollten wir noch mehrfach feststellen. Die Wohnung in der Villa Valsi war nett eingerichtet. Im Schlafzimmer stand noch das Bett der Großeltern - aber mit neuer Matratze.
Nach einem ersten Besuch des pittoresken, sehr charmanten kleinen Orts (aktuell nur noch 140 Einwohner) beendeten wir den langen Tag.

 

   

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