Montag, 23.10.2006

Am Morgen war der Himmel dann bedeckt. Geweckt von dem anscheinend in Südamerika unvermeidlichen lauten Fernseher waren wir recht früh abmarschbereit.
Das zum Frühstück servierte Porridge liess unangenehme Erinnerungen an frühere Trekkings aufkommen.
Langsam ging es von Tinqui nach Süden auf den Nevado Ausangate zu, der sich jedoch wie alle anderen Berge in Wolken hüllte. Langsam einsetzender Regen liess die Euphorie nicht wirklich steigen. Luis, unser Guide war immer einiges voraus- von der Regel sich dem Tempo der Gruppe anzupassen, war ihm wohl noch nichts bekannt. Unser Mittag bekamen wir in einer einfachen Hütte am Dorf Calachaca, wo es auch ein Becken mit heissen Quellen gab. Ein Besuch war jedoch bei dem feuchten Wetter keine wirkliche Alternative.
Auf dem weiteren Weg brachen die Wolken dann tatsächlich noch auf und der majestätische Nevado Ausangate mit seinen Hängegletschern zeigte sich gekrönt von Wolkenresten. Auf dem letzten Weg zum Lager in Azucocha kam der Regen dann jedoch umso heftiger zurück, so dass wir tropfnass in unsere Zelte krochen.
Der stürmische Wind vertrieb das Unwetter jedoch nach knapp zwei Stunden und machte einem sternenklaren Himmel Platz. Das Essen mussten wir dichtgedrängt in der kleinen Hirtenhütte einnehmen. Schnell zog es uns zurück in die Wärme der Schlafsäcke, die einem die Nacht auf fast 4.600 m erträglich gestalteten.

Aufstieg 965 Höhenmeter

 
     Vor dem Abmarsch                                                                                                         erster Blick auf den Nevado Ausangate



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