Dienstag, 10.10.2006

Frühstück um 5:30 Uhr im gleichen Lokal wie am Abend. Das ging schnell, denn der Bus nach Machu Picchu wartete. Über enge Serpentinen schrauben sich hier mehrere Busse den ganzen Tag über rauf und wieder runter, um die vielen Besucher an Ort und Stelle zu bringen. Schöner aber auch anstrengender ist der Zugang natürlich zu Fuss über die vielen steilen Treppen, die noch aus der Inkazeit stammen.
Oben angekommen ist man jedoch erstmal sprachlos - die Fussgänger, weil sie ausser Atem sind, aber eigentlich alle, weil diese riesige Anlage, die die Jahrhunderte überdauert hat, unglaublich beeindruckend ist. Zu empfehlen ist hier auch ein einheimischer Guide, der einem noch so manche Information zusätzlich geben kann.
Ehemalige Schlafräume mit winzigen Fensternischen, grosse und helle Arbeitsräume, Tempelanlagen und steile Treppen wechseln sich ab. Und immer beeindruckt der Tiefblick auf den Rio Urubamba sowie der Ausblick auf die umliegenden Berge. Die Fahne in den Regenbogenfarben, die hier weht, ist übrigens kein Hinweis auf eine Gay-Community sondern die Farben der Inka.
Wer noch nicht genug gesehen hat und einigermassen fit und schwindelfrei ist, sollte unbedingt den Huayna Picchu noch besteigen, was wir natürlich auch gemacht haben. Nachdem wir uns wie alle Gipfelaspiranten am Kontrollhäuschen registriert hatten, ging es nach einem kurzen Abstieg steil über die alten Inkapfade aufwärts. Ausgesetzte Stelle waren gut gesichert. Kurz unter dem Gipfel stiessen wir auf weitere Ruinen, von denen der Blick auf Machu Picchu schon atemberaubend war. Weiter ging es durch eine kurze Kriechstelle (wohlbeleibten Touristen nicht zu empfehlen) zum Gipfel. Der Abstieg ging über sehr steile Treppen, deren Stufen sicher nicht den heutigen Fussgrössen angepasst waren. Nach einem weiteren kurzen Rundgang ging es gegen Mittag zurück zum Busparkplatz, wo schon eine grosse Menschenmenge wartete. Es reichte aber trotz einiger Wartezeit in der Sonne, den Zug zurück zu erreichen.
Am Bahnhof in Ollantaytambo wurden wir nur von einem Regenschauer aber nicht von unserem Kleinbus erwartet. Aber nach einer kürzeren Wartezeit klärte sich auch dies und wir fuhren noch zur ehemaligen Festungsanlage von Ollantaytambo, wo die Inkas nach der Aufgabe von Cusco eine ihrer letzten Zufluchtsstätten hatten.
Die Menschenmassen und die eigentlich (im Vergleich zu Machu Picchu) weniger beeindruckende Anlage liessen uns diesen Besuch dann doch etwas verkürzen. Ein kleiner Exkurs in die Randanlagen mit anschliessender leichter Klettereinlage (Heinz findet eben immer etwas Besonderes an Wegen - Bergerlebnis die Zweite!) beendete dann für uns diese Besichtigung.
Nach einer langen Rückfahrt mit dem Kleinbus, den einige von uns schon schlafend erlebten, erreichten wir wieder Cusco. Hier war der Tag jedoch noch nicht gelaufen, denn es stand Packen und die Nachtfahrt mit dem Überlandbus nach Puno auf dem Programm. Einige von uns nutzten die Chance auf eine schnelle Dusche, immerhin stand ja die Aussicht auf eine Fahrt in einem der berühmten Luxusbusse an. Ich hatte anscheinend hier so eine Ahnung. Ungeduscht passte ich nämlich am besten in die Umgebung des eher klapprigen und stinkenden Busses, in dem wohl nur Heinz aufgrund zweier Schlaftabletten ein Auge zumachen konnte.
So kam es auch, dass auch nur er nicht mitbekam, dass wir auf der Strecke immerhin zwei Reifenpannen hatten.

 

                        In Machu Picchu                                                      Blick vom Huayna Picchu


                                    Der klassische Blick - Machu Picchu mit Huayna Picchu im Hintergrund


                                                    In Ollantaytambo

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