Freitag, 13.10.2006

Freitag, der 13. - was sollte das nun werden? Nun ja, immerhin hatten wir eines der ruhigeren Zimmer und das Frühstück bot sogar frisches Obst.
Robert war trotzdem sicherheitshalber vorher noch beim Bäcker, um sich mit Kuchen zu versorgen. Heute ging es mit dem Überlandbus weiter nach Arequipa. Wir waren ja schon einiges gewohnt in Sachen Busse. Der heutige war auch nicht viel besser, hatte aber immerhin eine Toilette an Bord (was wir uns später bei den austretenden Gerüchen lieber wieder fortgewünscht hätten - wer fährt schon gerne 5 1/2 Stunden in einem Dixie-Klo durch die Gegend? ).
Die Fahrt ging auf der Überlandstrasse bis zum Knotenpunkt Juliaca, einer Stadt deren Beginn man an den Müllbergen am Strassenrand erkennen konnte. Auch der Rest war nicht sehr sehenswert. Bei der dortigen Fahrtunterbrechung stiegen diverse Verkäufer ein, von denen von der Zahnpasta bis zum ausgestopften Vogel alles angeboten wurde. Musikalische Untermalung gab es unterwegs auch von einzelnen Alleinunterhaltern, bei denen wir dem ersten das Trinkgeld nur gaben, damit er auch wirklich aufhörte.
Aus der eintönigen Fahrt durch das Hochland (immerhin bis auf 4.400 m Höhe) wurde dann eine interessante Strecke als die Blicke vom Vulkan Misti und dem Chachani angzogen wurden. Arequipa, eine auf den ersten Blick recht saubere angenehme Metropole ist derzeit Perus zweitgrösste Stadt. Inklusive des Umlands kommt man hier auf knapp 1 Million Einwohner, wobei in den Randbezirken auch hier sehr ärmliche Behausungen zu finden sind. Dominierend ist auch hier die Plaza d'Armas mit ihrer Kathedrale. Nach dem Bezug unseres Hotels in der Nähe der Plaza ging es dann auf einen kleinen Stadtbummel, auf dem ich in einem kleinen Geschäft sogar ein deutschsprachiges Buch in der Auslage fand - einen Bildband über Velbert und das Bergische Land. So klein ist die Welt.
Die Plaza ist eigentlich mehr von Tauben als von Menschen bevölkert. Im Gegensatz zu unseren Städten hat man hier aber wohl noch ein Herz für diese Tiere und füttert sie fleissig. Beim weiteren Stadtbummel konnten wir uns dann die Baukunst mit spanischen Einschlag bewundern uns uns mit einem frischen Spanferkel-Sandwich (Lechon simple) stärken. Mit dem Besuch eines Touristenlokals auf den Balkonen an der Plaza (unter den unerbittlichen Klängen einer Indioband) ging ein eher ruhiger Tag dann dem Ende zu.

 
               Die Plaza d'Armas in Arequipa


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