Montag, 04.08.2003


Strahlend blauer Himmel weckte uns frühzeitig. Mit einem guten Frühstück gestärkt sollte es auf die kürzeste und eher unattraktivste Etappe des Höhenweges gehen. Zuerst jedoch genossen wir die angenehme Umgebung des Sennes-Alpe. Nachdem Gudula's Blasen von Steffi wieder fachfraulich verarztet worden waren (ich sage nur - für alle Fälle Stephanie), ging es dann abwärts durch Latschenkiefern zur Fedara-Hütte. Hier empfing uns ein idyllisches kleines Almdorf von dem es über die steile Fahrstrasse hinab nach Pederü ging. Nun holte uns der Alltag schon fast wieder ein. Der grosse Parkplatz war schon gut gefüllt und Wanderer, Mountainbiker und Radfahrer tummelten sich in Mengen hier.
Positiv ist, dass der Jeep-Taxi-Verkehr zur Faneshütte eingestellt wurde, der schon seit Jahren viele Wanderer genervt hatte. Wer die knapp 2 Stunden Wanderzeit bis zur herrlichen Fanesalpe nicht selber schafft, soll es eben sein lassen.
In brütender Hitze ging es dann aufwärts zur neu renovierten Hütte. Doch - oh Schreck, die Hütte war schon seit dem frühen Morgen ausgebucht. Was tun? Die nahe Lavarella-Hütte war ebenfalls dicht. Da blieb wohl nur die Nacht auf der nahen Alm. Aber ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb noch. Die nette Bedienung Birgit (kurz Pumuckl, wegen der kecken roten Haartracht) hatte noch was im Petto. Und nach ein wenig Bangen kam dann die gute Nachricht, dass noch jemand abgesagt habe. So begann eine Glückssträhne, die uns noch auf dem weiteren Wege begleiten sollte.
Dermassen erleichtert streiften wir dann über den Almboden am Grünsee. Eine Abkühlung gab's erst für die Füsse im nahen Bach bevor auch das Weissbier in der benachbarten Lavarellahütte getestet wurde.
Beim feudalen Abendessen auf der Terasse konnten wir dann auch mit anderen Höhenwanderern Erfahrungen austauschen. Die netten und hilfsbereiten Leute von der Faneshütte besorgten uns dann auch noch ein Zimmer auf der nächsten Hütte auf dem Lagazuoi, was uns den kommenden Tag noch entspannter erwarten liess. Dass wir jedoch aufgrund eines Guinness-Buch-verdächtigen Schnarchers im Lager alle nur wenig Schlaf mitbekamen, war ein kleiner Wermutstropfen, der uns die Faneshütte aber trotzdem nicht vermiesen konnte.

Auf 565 hm, ab 635 hm - Gehzeit ca. 4,5 h   
  


 
An der Senneshütte


Almdorf bei der Fodara-Hütte


Auf der Fanesalpe


Am Grünsee bei der Faneshütte (rechts oben)
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