Montag, 22.07.2002


Der Regen hatte sich schon verabschiedet und interessante Wolkenformationen liessen auf einen guten Tag am Berge hoffen. Das war auch gut so, da eine recht lange Etappe zum Beginn der Höhenwanderung anstand. Erst ging es weit hinauf hinter der Hütte zur Scharte des Col Lauzon, die immerhin schon auf 3.296 m liegt. Für den ersten Tag war das schon recht okay. So wurde, auch wegen der noch etwas rutschigen Wegeverhältnisse auf die Besteigung des nahen Gipfels verzichtet. Auch so war noch genügend Standvermögen gefragt, ging es doch fast 1.700 m abwärts ins Tal von Valsavarenche. Zuerst zog sich der Abstieg steil durch Schutt und Geröll etwas unangenehm hin. Danach wurde es jedoch zusehends interessanter. Die Brotzeit wurde zu einem echtem Spektakel. Gesäumt von den steilen Gipfeln der Grivola zur einen und den Eispanzern von Herbetet und Gran Paradiso zu anderen Seite, begleitet von einer grossen Gruppe junger Steinböcke konnte jeder die Zeit intensiv geniessen. Nur mühsam konnten wir uns von dieser grossartigen Umgebung trennen. Aber es lagen noch viele Meter Abstieg vor uns. An einer wunderbar gelegenen Alm konnten die Trinkflaschen noch einmal mit frischem Quellwasser für das letzte Wegstück neu gefüllt werden. Dann ging es durch herrlichen Bergwald immer weiter abwärts zum kleinen Örtchen Eaux Rousses im Valsavarenche, wo in der Hostellerie Paradies schon Betten und Duschen auf uns warteten. 

 
morgens am Rif. Sella                                                                                                    Rückblick auf Rif. Sella und Tribulatione Gletscher

    

   

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