Freitag, 26.07.2002


Kaum zu glauben, aber alle am Vortag noch vorhandenen Wolken hatten sich in Wohlgefallen aufgelöst. Bester Stimmung nahmen wir den Abstieg hinunter nach Valgrisenche in Angriff. Immer wieder schweifte der Blick hinauf zu den steilen Hängen, die fast alle irgendwie mit Eis und Schnee verziert waren. Dreitausender von Format, wohin man auch sah. Wo anderswo jeder solche Berg eine eigene Attraktion gewesen wäre, bildet hier die Gesamtheit der Natur die Attraktion.
Nach Erreichen der Fahrstrasse ging es dann gemütlich weiter vorbei am Stausee Lago di Beauregard, dessen marode Staumauer immer wieder Erstaunen erweckt.
Eine kleine Rast im idyllischen Örtchen, und dann schaukelte uns der Bus hinunter in die Ebene nach Aosta. leider verliess uns hier mit Bernd schon der erste Mitreisende, da seine Zeit für das anstehende Finale nicht mehr ausreichte. Wir anderen liessen uns nach einer kurzen Auffrischung unserer Vorräte von der Seilbahn hinauf zum Lago di Chamolé tragen. Für manche war sogar dies ein echtes Abenteuer. Weiter ging es dann hinüber zum Col d'Arbolle, von dem man schon die schöne neue Hütte erkennen kann. Hatte mich noch im Vorjahr ein heftiges Gewitter mehr oder weniger in den Schutz der Hütte gejagt, konnte ich diesmal den herrlichen Blick auf die Berge der Emiliusgruppe geniessen. In der Ferne lockte der Monte Emilius, der das grandiose Finale der Tour werden sollte.
Aber erst einmal stand ein schöner Abend auf dem gemütlichen Rif. Arbolle an, bei dem wiederum alle zu Höchstleitungen bei der Nahrungsaufnahme gezwungen wurden, da sowohl die tolle Kochkunst als auch die aufgetischten Mengen grosse Anspüche an die die Kondition der einzelnen stellte.

   

                                Modernes Kreuz in Chamolé

   
                             Blick vom Col d'Arbolle zur Hütte

   
                                         Ziegen vor dem Grand Combin

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