Samstag, 26.10.2002
 

Wieder sollte es in die lärmende grosse Stadt Kathmandu gehen. Heute aber stand eine geführte Tour an, die uns in berühmte Bezirke der Metropole bringen sollte. Früh am Morgen wurden wir von Kumar, einem deutsch sprechenden Nepali in die Metropole gebracht. Immer wieder gab er uns schon auf der Fahrt nach Pashupatinath wertvolle Hinweise und Informationen. Schon jetzt kam uns alles viel normaler vor als am ersten Tag. Der starke Verkehr, die Huperei uns alles drumherum wirkte schon irgendwie vertraut.  

Angekommen in Pashupatinath wurden wir von einer ganz neuen Welt in Empfang genommen. Die heilige hinduistische Stätte am Bagmati-Fluss ist ein Anziehungspunkt der Massen. Ein grosser Teil der Bevölkerung von Kathmandu sind Hindus, im Gegensatz zur Landbevölkerung. Hier an der Verbrennungsstätte für die Toten finden am Bagmati auch rituelle Waschungen statt. Ein grosser Tempel von Shiva überragt alles. Viele kleine Tempel und sind drumherum gebaut. Zu erkennen sind diese immer an einem Stier und dem Phallus-Symbol. Ein grosser Dreizack (Trishul), dessen Bedeutung die drei Formen von Shiva (Schöpfer, Bewahrer und Zerstörer) hat, ist von weitem zu erkennen. Auch der elefantenköpfige Gott Ganesh, der als Sohn Shivas gilt, findet sich hier. Ganesh gilt als Glücksbringer und findet sich so in jedweder Form in fast jedem Hause wieder. Viele Affen leben hier im Gebiet des Tempels.
Weiter ging unser Weg zu Fuss durch die Gassen zum Tempel von Bodnath, der den absoluten Gegensatz verkörpert. Hier lebt der Buddhismus und auch viele tibetische Flüchtlinge haben sich hier angesiedelt. Immer wieder wird die riesige Stupa (Tempel) neu geweisst und mit Gebetsfahnen verschönert. Wir lernen, dass sowohl diese Stupas als auch andere Manis im Uhrzeigersinn linksherum umrundet werden. Dies taten wir oben auf der vierten Stufe, von wo wir einen herrlichen Blick auf das geschäftige Treiben ringsherum sowie auf erste grosser Berge in der Ferne (Annapurna-Region) hatten.
Weiter ging es in die Innenstadt von Kathmandu, wo in einem tibetischen Restaurant ein typisches und wohlschmeckendes Essen auf uns wartete.
Danach holte uns der Bus wieder ab und brachte uns in ein anderes historisches Gebiet südlich von Kathmandu - Patan. Die alte Königsstadt lockt mit herrlichen Tempeln und altertümlichen Gassen. Das Zentrum von Patan heisst ebenfalls Durbar Square und wurde teilweise sehr liebevoll renoviert. Alte Paläste und Tempel können fast alle besichtigt werden. Die Kleinwüchsigkeit der Nepali zeigte sich besonders an den niedrigen Türen, an denen sich so mancher den Kopf gestossen hat. 

Natürlich dürfen auch hier die fliegenden Händler nicht fehlen. Mit einem Besuch im Industriegebiet, wo noch Einkaufsmöglichkeiten bestanden, ging ein erfüllter Tag zuende, der uns viele neue Einblicke in eine faszinierende Kultur gebracht hatten. Vieles schien uns nun nicht mehr so fremd wie noch am Vortag.

Wiederum mit einem opulenten Buffet ging der Abend zuende. Hierbei ergaben sich ganz andere Verständigungsschwierigkeiten als die mit der Bevölkerung. Man konnte feststellen, dass manchmal sogar Waldler sich untereinander nicht verstehen - gell, Astrid und Wendi?

   
                          Pashupatinath

            
       Pashupatinath                                                                                                    Stupa von Bodnath

 
   Sonnenschutz oder neues Hutmodell?

 
   alte Königssstadt Patan

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