Freitag, 12.03.2004

Da war ich nun wieder in der Hauptstadt dieses kleinen Königreichs im Himalaja - in Kathmandu. Lange schon stand es fest, dass ich wieder hierhin wollte, um nun auch einmal die grossen Berge aus der Nähe zu sehen.  Aber das allein war es sicher nicht. Auch die Herzlichkeit der Menschen und viele kleine, nicht direkt fassbare Dinge waren es, die mich wieder in dieses kleine Land zogen, das gerade einmal doppelt so gross ist wie Bayern. Hier relativieren sich die Probleme unserer "zivilisierten" Welt, wenn man sich für einige Tage auf das Abenteuer Trekking einlässt.

Schön, dass sich von unserer ersten Reise immerhin 5 Gleichgesinnte fanden, die sich auf dieses "Abenteuer" einlassen wollten. Dazu kamen mit Astrid, unserer
kompetenten Reiseleitung vom DAV Summit Club und Eka Ram Rai, unserem Sirdar von InTrek in Kathmandu gleich zwei weitere bekannte Gesichter.
Die Ankunft war schon etwas seltsam. War mir Kathmandu noch als laute, lärmende Metropole, gleich einem menschlichen Ameisenhaufen in Erinnerung, kamen wir nachts in einer fast ausgestorbenen Stadt an. Schuld hieran war sicher auch der bürgerkriegsähnliche Konflikt zwischen Staat und Maoisten, der die Strassen nachts leerfegt. Mit einem stotternden und spuckenden Bus fahren wir durch die leeren Strassen hinaus in unser schon bekanntes Hotel Godavari Village Resort, wo wir die ersten drei Nächte verbringen sollten. Nach einem Willkommens-Bier ging es dann endlich ins Bett.

Meine Nachtruhe wurde dann jedoch schon recht früh um 5 Uhr durch laute Musik von aussen gestört. Anscheinend ist dies der Wake-Up-Call des benachbarten Grundstücks, den ich eigentlich noch nicht gebrauchen konnte.

Den Weg zum Frühstück kann ich dann aber schon wieder geniessen. Waren wir doch in Köln bei Schnee und Eis aufgebrochen. Hier jedoch empfing uns der Frühling in seiner ganzen Pracht. Blühende Blumen und angenehme Temperaturen waren der passende Start in den Urlaub.

Die ersten Info's über unsere geplante Tour standen unter dem Motto - bleibt alles anders. Aufgrund der vorhandenen Konflikte im Land hatte man sich entschlossen nicht von Paphlu zu starten, sondern mit dem Bus nach Jiri zu fahren. Von dort sollte es über teils einsame Wege bis auf den Everest Trek bei Lukla und weiter zum Gokyo Ri gehen. 18 Tage anstrengende und sicher eindrucksvolle Trekkings standen uns bevor, so dass wir noch einmal die Annehmlichkeiten des Shoppings in Kathmandu geniessen wollten. Nach ersten geplanten Einkäufen in Thamel treffen wir uns im schon wohlbekannten Northfield Cafe zur Stärkung.
Am Nachmittag hatten einige von uns die Möglichkeit, einmal eine nepalesische Wohnung kennenzulernen. Beim Besuch bei Astrids Freundin Maja können wir die natürliche Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen wieder einmal sehr direkt erleben. Hier sind auch die vorhandenen Kommunikationsprobleme kein Hindernis. 


                 

  Einkaufzone in Thamel                                                                                            Zwei Welten begegnen sich


                                                         

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