Donnerstag, 25.03.2004

Die Nacht war nicht so toll. Eckart geht es gar nicht gut und ich habe auch Probleme mit der Erkältung. Nach den ersten Metern hinter Namche muss Eckart leider aufgeben und bleibt mit Mani, einem unserer Guides zur Erholung hier. Dadurch kommen wir auch erst später los. Ich fühle mich total schlapp und weiss auch noch nicht, wie ich das schaffen will. Natürlich will ich das nicht zugeben und schleppe mich weiter. Immerhin steht ein grosses Ziel an.
An der Ama Dablam Lodge bieten viele Tibeter Waren feil. Kurz danach trennt sich unser Weg ins Gokyo-Tal vom Everest-Trek, der weiter nach Tengboche geht.
Für uns geht es steiler aufwärts bis wir auf rund 4.000m den Mong La erreichen. Beim Mittagessen entscheiden wir, dass wir aufgrund der gesundheitlichen Probleme einiger von uns nicht wie geplant bis Dole weitergehen. Das hätten wir bei dem Tempo auch nicht im Hellen mehr geschafft. Dadurch entfällt der geplante Rückweg über den Renjo-La, was mir aber auch nicht unrecht ist. Hier wäre es recht steil und evtl. auch eisig geworden, was nicht nur uns sondern auch speziell unseren Trägern nicht leicht gefallen wäre.
Ziemlich geschafft kommen wir bei starkem Wind in Phortse an, wo wir auch eine andere Summit-Gruppe in der Lodge antreffen. Auf 3.800m schlafe ich recht gut und bin wieder besserer Hoffnung, vielleicht den Gokyo Ri doch zu schaffen. Jetzt will ich jedoch erstmal nur bis Gokyo kommen, das mit 4.800m auch schon auf einer respektablen Höhe liegt.
Am Abend ergibt sich eine für unseren Koch deprimierende Situation. Aufgrund von Magenproblemen und Erkältung hat kaum einer Appetit. Drei Aufrechte nehmen noch das Abendessen ein - eine schlechte Quote, die wir aber sicher nicht dem guten Küchenteam anlasten können.

Aufstieg:  870m      Abstieg:   540m


   

              Im Hintergrund die Ama Dablam                                                           

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