Sonntag, 28.03.2004

Nach einer schweinekalten Nacht, in der ich alle Klamotten im Schlafsack anbehalten habe, geht es früh raus. Ein blankgeputzter Himmel empfängt uns.
Mein Kopfweh, das mich in der Nacht geweckt hatte, ist weg und ich bin voller Tatendrang. Den steilen Weg hinauf stapfen wir mit einigen anderen langsam Schritt für Schritt langsam hinauf. Ich fühle mich überraschend gut und komme prima voran. Eigentlich ist das Tempo vollkommen egal hier in der Höhe. Entscheidend ist der persönliche Rhythmus. Und dann ist es geschafft - unsere Gruppe ist oben. Und wir geniessen eine Sicht, die toller kaum sein könnte. Keine Wolke stört  und selbst der Everest hat noch nicht einmal seine berüchtigte Fahne. Vom Everest über den Lhotse, vom Cho Oyu bis zum Makalu reicht der Blick.
Schwer fällt es, sich nach längerer Rast wieder zu trennen. Aber noch steht ein langer Weg an.
In Gokyo zurück steht noch das Packen an, denn heute muss unser Team genau wie wir noch nach Luza absteigen, wo wir wieder übernachten wollen.
Auch Astrid hat es heute mit dem Magen erwischt und wir sehen zu, schnell wieder in tiefere Regionen zu kommen, wo die Regenerierung dem Körper doch leichter fällt. Unterwegs versagt mit die Kamera auch noch den Dienst, was ich jedoch mit einigem Basteln wieder reparieren kann.
Ein eiskalter starker Wind ist unser Begleiter zum Camp, das wir nach einem langen, aber erfolgreichen Tag am späten Nachmittag erreichen.


Aufstieg:  785m      Abstieg:   1.205 m


   

                Blick auf Gokyo                                                                                                     Der Everest - 8848m hoch

 
           am Gipfel des Gokyo Ri (5.360m)

nächster Tag ---->                                                                29.03.04 
 

zurück zur Startseite -->                                                        Bergtagebuch
 

Um zurück zur letzten Seite zu kommen betätigt bitte den "Zurück"-Button Eures Browsers.