Montag, 15.03.2004

Strahlender Sonnenschein lässt die Regentropfen des Vorabends vergessen. Das Frühstück unter freiem Himmel und die herrliche Aussicht verstärken die Vorfreude auf den ersten Trekkingtag. Nach einem kurzen Aufstieg geht es langsam bergab durch blühende Landschaften. Immer wieder bringt besonders der Rhododendron Zwangsfotostops mit sich. Entlang einzelner Höfe und Lodges zieht sich der Weg weit hinab bis auf 1.815 m Höhe. Unterbrochen wird der Weg durch ständige Pinkelpausen, was aber bei der vielen Flüssigkeitsaufnahme ein eher gutes Zeichen ist. 
Nach der Überquerung der ersten zwei Hängebrücken wird der Ort Shivalaja erreicht, bis wohin auch inzwischen die Strasse von Jiri verlängert wurde. Hier erwarten den Trekker viele Lodges, die jedoch seit längerer Zeit kaum noch genutzt werden. Der Everest-Trek von Jiri hat seine Bedeutung verloren seit die Flugverbindung nach Lukla zum eigentlichen Start dieser Tour wurde. Nach einer Stärkung in einer Lodge nehmen wir den Aufstieg in Angriff. Ein drohendes Gewitter lässt unsere Mittagspause etwas kürzer ausfallen. Ganz klappt dies jedoch dann doch nicht. Schnell wird das Regenzeug einem Test unterzogen. Bei Erreichen des Deorali-La ist der Regen jedoch schon Vergangenheit. Der erste Trekkingtag ist geschafft. Eine gemütliche Runde an einer der Lodges am Pass und dann geht es zum Zeltplatz.
Beim Aufstieg fallen zwei Dinge besonders auf. Zum einen die vielen Träger, die teilweise bis zu 100 kg bergauf und bergab in Richtung Everestgebiet schleppen.
Zum anderen auch die vielen Kinder, die neben dem "Namaste" gleich nach Süssigkeiten, Stiften oder ähnlichem verlangen. Hello, Pen - das ist die Standardbegrüssung. 

Am Abend holt uns das dann ein, was anscheinend unvermeidlich ist. Maoisten verlangen ihren Tribut von unserer Gruppe. Bisher waren 1000 Rupies pro Person Standard. Inzwischen hat man sich auf eine "Gabe" von 100 Dollar geeinigt. Glücklicherweise können unsere Guides die örtlichen Maos auf den alten Preis herunterhandeln, was die Urlaubskasse nicht zu stark belastet, uns auf dem weiteren Wege aber Ruhe vor weiteren Spenden brachte

Aufstieg: 1050m    Abstieg:  645m


   

                                                 Auf dem Weg nach Shivalaya

 

                Kleine Kunstwerke am Wegesrand


                Schwerstarbeit

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