Donnerstag, 18.03.2004

Die Nacht wird für mich wie schon üblich mit dem Gang zum Klo unterbrochen. Der Blick auf den unglaublich schönen und klaren Sternenhimmel entschädigt jedoch wie immer. Am frühen Morgen ist es dann mit dem klaren Wetter vorbei. Stärkere Bewölkung war aufgezogen und verwehrt uns beim weiteren Aufstieg die Fernsicht. Jedoch schärft gerade das für viele den Blick für das Detail. Viele Lodges säumen den Weg, der hier eine Haupthandelsroute darstellt. Unmengen Träger sind unterwegs. Die Zeit, wo dies auch der Hauptweg der Trekker zum Everest war, sind jedoch schon länger vorbei. Viele sparen sich Zeit und fliegen direkt nach Lukla, was die Akklimatisation jedoch nicht einfacher macht.
Weiter geht es hinauf und teilweise sind plötzlich Schnee und Eis unsere Begleiter. So früh hatten wir damit noch nicht gerechnet. Was sollte das dann in Höhen über 5.000m erst geben?
An der letzten Lodge vor dem Pass eine letzte Rast. Ein besonders pikanter Yak-Käse gibt allen wieder neue Kraft. Dann plötzlich ist er erreicht. Im Nebel überqueren wir den Lamjura-La, an dem wir erstmals auf der Tour über 3.500m sind. Beim Abstieg gibt es die ersten Regentropfen, so dass wir unser Mittagessen in einer Hütte einnehmen, die unser Küchenteam kurzerhand requiriert hat. Für die Bewohner ist dies sicher auch eine ungewohnte Abwechslung.
Inzwischen hat auch der Durchfall die nächsten erreicht, so dass Lothar der einzige Unbehelligte blieb. Bei vereinzelten Regenschauern geht es dann hinab nach Junbesi, wo wir die Nacht in der Hoffnung auf Wetterbesserung verbringen.

Aufstieg:  1.070m    Abstieg:  915m


                               

                                        Letzte Rast vor dem Lamjura La

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