Samstag, 20.03.2004

In der Nacht kommt Nebel auf und der Gang zum Klo wird richtig gespenstisch. Gedanken, warum noch keiner eine Stirnlampe mit Nebelscheinwerfer entwickelt hat, kommen auf. Am Morgen ist jedoch bald wieder alles im Lot. Die Sonne scheint vom Himmel und knapp hinter dem Pass besuchen wir das Kloster von Tagsindo.
Der nun folgende lange Abstieg ins Tal wird durch viele schöne Ausblicke auf blühende Wiesen und Pflanzen erleichtert. Als wir jedoch auf rund 1.600m endlich das Tal erreichen, sind doch alle froh. Hätten wir gewusst, was uns noch alles bevorsteht, wäre diese Freude doch stark relativiert worden. Ein letztes Mal sind wir auf dieser Tour nun so in der Tiefe. Von nun ab sollte es doch merklich in die Höhe gehen. Nach einem leckeren Mittagessen geht es dann weiter aufwärts. Wie eigentlich fast immer in den ersten Tagen schwebt unser Erwin vorneweg bei den Guides. Konditionsprobleme scheint er nicht zu kennen. Da dies aber wohl auch die Guides zu stark anspornt, wird Erwin dann von Astrid nach hinten "strafversetzt".
Auf einer Anhöhe bei 2.100m wähnen wir uns fast am Ziel. Jedoch geht es dann weiter über Karikhola Bazar erstmal langsam wieder abwärts. Hier hätten wir fast noch einer Schlachtung eines Wasserbüffels beigewohnt. Schöne Häuser zeugen hier von einem gewissen Reichtum. Teilweise werden hier sogar auch Schweine gehalten, was besonders unseren Robert doch stark in seiner Konzentration einschränkt. Wahrscheinlich schwebt bei ihm schon gedanklich ein knuspriger Schweinsbraten im Ofen.
Vom Talende zieht der Weg dann nochmal in engen Serpentinen weit hinauf. Am Ende sind wir dann alle ziemlich geschafft als wir den Lagerplatz in Bupsa auf
2.400 m erreichen. Dass wir an diesem Tag eine 1,5 Tagesetappe gelaufen sind, erfahren wir erst später.

Aufstieg:  945m   Abstieg:  1.610m

 

       In Tagsindo
                 

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