Dienstag, 29.10.2002
 

Six, seven, eight - wie am Vortag war der Tagesbeginn klar strukturiert. Die positive Überraschung war das Frühstück - es gab Müsli statt des Porridge, an das ich mich doch nicht so recht gewöhnen konnte. Das Gemeinschaftszelt war wie am Vortag schon abgebaut, da sich wiederum ein wolkenloser Himmel über uns spannte. In der Ferne waren die 7000er von Kariolong und Numbur im Morgenlicht sehr deutlich zu erkennen. Weit unten im Tal schlängelte sich ein Fluss, während in der Ferne schon unser Ziel für die kommende Nacht auszumachen war. Mit der nun aufkommenden Sonne war die morgendliche Kälte schnell verschwunden.
Auf einem langen und steilen Abstieg kamen uns immer wieder Kinder entgegen, die jeden Tag den weiten Weg zur Schule, die wir am Vortag besucht hatten, auf sich nehmen müssen. In der Sonne wurde uns auf diesem Wege schnell warm. Im Tal angekommen erwartete uns die erste schwankende Hängebrücke. Nachdem dieses Hindernis überquert war, ging es noch wenige Meter aufwärts zu einem Hof, wo uns die Küchenmannschaft schon wieder erwartete. Ob dem noch zu erwartenden steilen Aufstieg hielt ich mich beim Essen ein wenig zurück, was sich später als gute Idee erweisen sollte.
Über einen kleinen Bergrücken ging es auf und wieder abwärts bevor uns die zweite nicht ganz so schwankende Brücke erwartete. Von nun an ging es erstmal sehr steil aufwärts. Immer wieder trafen wir Träger und Trägerinnen, die auf dem Weg nach Kijiphlate, unserem Ziel des kommenden Tages waren. Der dort anstehende Markt mobilisierte die Menschen der Umgebung. Am Hause eines ehemaligen Militäroffiziers war unser Lagerplatz, wo wir tatsächlich schon vor Einbruch der Dunkelheit ankamen, was mich den Verlust einer Wette kostete. Aber nach den Erfahrungen der Vortage war ich so mutig geworden, diese Wette mit Astrid einzugehen.
Auf der Höhe von 1.835 m war dann nach dem wiederum tollen Essen frühes Schlafengehen angesagt. Was macht man auch sonst, wenn es abends kalt wird?
Der Schlafsack ist dann doch die verlockendste Alternative. Bis dann mal alle wirklich schlafen, kann es aber dauern. Manche Stimmen hörte man noch über den ganzen Zeltplatz. Die Verabschiedung erinnerte an eine alte Fernsehserie der 70er Jahre - Gute Nacht, John Boy..............

                                              
Aufstieg:   895m
Abstieg:  1295m         

 
                Kulturlandschaft


 
      normale Flussüberquerung

   

 

nächster Tag ---->                                                                30.10.02 
 

zurück zur Startseite -->                                                        Bergtagebuch
 

Um zurück zur letzten Seite zu kommen betätigt bitte den "Zurück"-Button Eures Browsers.