Donnerstag, 31.10.2002
 

Another day in paradise - so oder so ähnlich muss man sich einfach fühlen, wenn man morgens aufwacht und diese wunderbare Landschaft umrahmt von eisbedeckten Bergriesen bewundern darf. Heute war einmal eine Abweichung von der üblichen Zeitregel. Da wir am Kloster zwei Tage übernachten wollten, fand alles eine Stunde später statt. Nach dem Frühstück ging es mit leichtem Gepäck aufwärts zum Kloster, das wir im hellen Sonnenlicht nun bewundern durften. Im Innenraum waren die Maler gerade damit beschäftigt, die Malereien an Wänden und Säulen zu erneuern. Sicher ist Mele Gompa im Vergleich zu vielen anderen Klöstern recht klein, aber die Funktion für die Menschen hier ist unbestreitbar. Im oberen Teil wird die Bibliothek mit originalen Schriftrollen nach der Renovierung wieder aufgebaut. Der Lama gönnte uns dann noch das Vergnügen einer kurzen Lesung aus einer der Rollen. Wenn wir auch nichts verstanden, war es jedoch tief beeindruckend. Anschliessend waren wir nochmals in der Stube eingeladen, wo es (zum Leidwesen des einen oder anderen) nochmals Buttertee gab.

Anschliessend stand eine gemütliche Wanderung in der Umgebung des Klosters an, die uns durch einen unglaublich schönen Zauberwald führte, der durchaus den Erzählungen J.R.R.Tolkiens entsprungen sein könnte. Nach einem Picknick ging es dann zurück zum Kloster, wo mitgebrachte Kleidung an die Kinder verteilt wurde, was ein echtes Erlebnis für alle war.
Am Nachmittag stand eine Einladung für die Gruppe in das Haus eines Nachbarn an, wo es Chang, das selbstgebraute Bier der Nepalesen gab. Dieses Chang hat nichts mit dem uns bekannten Gebräu zu tun, sondern entsteht durch den Gärungsprozess einer Reis- oder Maismaische.
Die meisten von uns hatten nun erstmals die Möglichkeit, in die Wohnräume einer typisch nepalesischen Familie Einblick zu gewinnen. Auf engem Raum leben hier 8-10 Menschen zusammen - kochen, schlafen und vieles mehr.....
Dazu gab es Maiskolben und für einige Tapfere abschliessend auch nochmals Buttertee. Dass der Chang durchaus seine Wirkung haben kann, wurde einem Gruppenmitglied beim Abschied viel zu deutlich. Gestützt von zwei hilfreichen Rettern, ging es über die Stiege, die nach der Warnung des Hausbesitzers "very down" war, ging es durch die Maisfelder zurück zum Zeltplatz.

                                              
Aufstieg:   375m
Abstieg:    330m         

 
                                 nepalesische Küche

 
    Beim Buttertee

 
                             Landschule 


   

 

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