Mein Reisetagebuch – Tannheimer Tal – Januar 2019

Sonntag, 19.01.2019

Nachdem der Winterurlaub 2018 ausgefallen war ging es diesmal ins Tannheimer Tal. Schneemassen in den Nordalpen seit Anfang des Jahres hatten mich schon etwas skeptisch gemacht. Aber die Anfahrt war unproblematisch und das Quartier lag zentral in Tannheim, war klein aber gemütlich. Die erste Erkundung ging entlang geräumter Wege ins Seitental zum Vilsalpsee, eine Region die von Langlaufloipen durchzogen ist.

Vilsalpsee

Montag, 20.01.2019

Heute sollte es endlich auf die Schneeschuhe gehen. Eine empfohlene Tour ging vom Ortsteil Berg zum Lohmoos Richtung Zöblen. Doch nach den ersten Metern war es schon vorbei – die Riemenbindung meiner Schneeschuhe (Modell MSR Denali – immerhin schon 17 Jahre alt) war gebrochen. So wurde aus der Wanderung ein kleiner Spaziergang. Immerhin konnte ich im Ort für die nächsten Tage Schneeschuhe ausleihen. Als kleine Entschädigung fuhren wir nachmittags noch mit der Bahn zum Neunerköpfl, wo eine kleine Rundwanderung geräumt war.

noch ist alles gut…
Gleitschirm-Startplatz am Neunerköpfl

Dienstag, 22.01.2019

Heute passte alles – die Sonne schien von früh bis spät, ich hatte Schneeschuhe – also ging es los nach Grän, wo eine vom TVB beschriebene Schneeschuhtour zum Adlerhorst lockte. Durch lichten Wald ging es gemütlich aufwärts, immer wieder lockte der Blick zum Füssener Jöchl und zum markanten Gimpel. Einziger Wermutstropfen war der Ruhetag (Dienstag/Mittwoch) des Berggasthofs Adlerhorst über dem Haldensee. Auf dem alternativen Weg abwärts ging es hinüber nach Grän-Lumberg.

Tourdaten: 3 h, 325 hm, 6,76 km

Zum Abschluss nutzten wir die kostenlose Fahrt mit der Bahn auf das Füssener Jöchl, wo ein geräumter Weg auf den nahen Gipfel des Gamskopfes führt.

Am Start in Grän
Gimpelblick beim Adlerhorst
Was für ein Tag für eine Ballonfahrt
Am Füssener Jöchl
Gipfelblick vom Gamskopf
Abendleuchten am Gimpel

Mittwoch, 23.01.2019

Und noch hielt das Wetter, also war heute der zweite Versuch der Schneeschuhtour über das Lohmoos vorgesehen. Und letztlich waren wir sogar froh, dass dies beim ersten Versuch nicht geklappt hatte Die herrliche Aussicht bei bestem Wetter hätten wir zwei Tage vorher nicht so genießen können. Bis zum Hochmoor am Lohmoos unter dem Einstein zieht sich der Weg hinauf bevor es bis zum Gasthof Zugspitzblick hinab geht. Nach einer Rast an der nahen Kapelle ging es über die Fahrstraße hinab nach Zöblen, wo der geräumte Talweg wieder zurück nach Tannheim führt.

Tourdaten: 4:40 h, 434 hm, 13,77 km

Mond über Tannheim (im Hintergrund Gimpel und Füssener Jöchl)
Start in Berg
Einsamkeit
zapfig
Am Zugspitzblick

Donnerstag, 24.01.2019

Nachdem alle beschriebenen Schneeschuhtouren gemacht waren und das Wetter besser war als angesagt, beschlossen wir kurzerhand, den Aufstieg zum Hausberg Neunerköpfl zu wagen. Die Lawinengefahr war stark zurückgegangen und der Weg über die Usseralpe geht im Sommer über eine Forststraße. Das sollte auch im Winter zu finden sein. Auf der ganzen Strecke waren reichlich Spuren von Skifahrern und auch Schneeschuhen zu erkennen. Im oberen Teil vor der Usseralpe wurde der Schnee doch immer mehr und von der Straße war nur selten etwas zu erkennen. Das letzte Stück kurz nach Querung der Bergbahn ging es steil am Rande der Piste aufwärts. Nach einer kurzen Rast ging es dann mit den ersten Schneeflocken mit der Bergbahn abwärts.

Tourdaten: 3:14 h, 700 hm, 7 km

Start in Schmieden
Blick in Seitental zum Vilsalpsee
Es wird steiler
An der Usseralpe
Am Neunerköpfl

Freitag, 25.01.2019

Nachdem ich meine Leih-Schneeschuhe abgegeben hatte und wir eine kleine Shopping-Tour (hört sich in einem solch kleinen Ort schlimmer an als es ist) hinter uns gebracht hatten, ging es nochmal auf geräumten Wegen bei immer besserem Wetter über den Höhenweg nach Grän und zurück.

Tourdaten: 2:37 h, 142 hm, 8 km

Ein schöner Urlaub in einem Tal, das auch im Sommer Spaß machen kann, ging zu Ende.

Alter Hof in Tannheim
Winteridyll
Gimpelblick vom Höhenweg
Blick auf Tannheim
Der Traum vom Fliegen
Abschied